Studio Closing

Studio Closing

Schweren Herzens schließe ich das existentiae art studio in Krozinger Str. 13, Freiburg-Weingarten zum Ende November 2026.

Die Reise des existentiae art studios begann im März 2025, als ich noch als Biostatistikerin tätig war. Der Ort war der heutige „klangteppich“ – ein riesiger leerer Raum, in dem nur eine Ecke belegt war. Wie schon immer begeisterte ich mich damals sehr für eine neue Technik: die Goldschmiedekunst. Ich konnte es kaum erwarten, meinen eigenen Weg zu gehen, nachdem ich die Grundlagen bei Herwarth Malzy, einem großartigen Menschen, gelernt hatte. Mein erstes Projekt waren Eheringe für mich und meinen Partner.

Im Januar 2026 gab ich meinen Bürojob auf und wurde Vollzeitkünstlerin. Im April 2026 eröffnete ich das existentiae art studio offiziell für die Öffentlichkeit. An diesen drei Tagen empfing ich BesucherInnen und stellte meine erste Mini-Kollektion von existentiae art mit dem Titel „Eye Opening“ aus. Viele bekannte Gesichter kamen vorbei, um mir viel Glück auf meinem Weg zu wünschen. Eine Woche später veranstaltete ich den allerersten Wochenend-Workshop, an dem vier bekannte Gesichter teilnahmen. Es lief sehr gut und die Teilnehmerinnen waren mit ihren Werken zufrieden. Bis heute bin ich ihnen für diese wunderbare Erfahrung dankbar.

Die Monate danach verliefen eher ruhig. Eine Teilnehmerin nahm ganz allein an einem Wochenend-Workshop teil. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass dies möglicherweise kein tragfähiges Projekt war. Deshalb gründete ich „komono“ in der Hoffnung, mehr Stabilität zu erreichen. Leider war diese Entscheidung (oder deren Umsetzung) nicht erfolgreich.

Deshalb konzentrierte ich mich auf die Planung und Vorbereitung meiner allerersten Einzelausstellung „Rise of the Red Sun“, die im August 2026 stattfand. Die Ausstellung verlief ziemlich gut, und ich bin dankbar für die Gespräche und Rückmeldungen. Zunächst dachte ich, dass die Präsentation meiner Werke der Höhepunkt sein würde. Überraschenderweise waren es für mich jedoch die wertvollen Gespräche und Rückmeldungen der BesucherInnen, die mir damals größtenteils noch fremd waren. Sie haben mir geholfen, mich selbst durch meine Kunstwerke besser kennenzulernen. Ein großes Dankeschön an das Ausstellungsteam: Alex, Max, Mel, Uli, Ott, Isi, Kai, Sina und Michael; ohne diese Menschen hätte ich keine so großartige Ausstellung auf die Bühne bringen können.

Na ja, nun kommen wir zum sentimentalen Teil: Ich habe beschlossen, mein existentiae art studio in der Krozinger Straße 13, Freiburg-Weingarten bis Ende November 2026 aufzugeben, da es finanziell nicht tragbar ist. Leider ist es mir nicht gelungen, die Kosten für das Atelier durch Workshops und „komono“ zu decken. Außerdem glaube ich nicht, dass die aktuellen Ideen funktionieren würden, wenn ich noch ein weiteres Jahr warten würde. Das ist eine schwierige Entscheidung, aber ich halte es für sinnvoll, mich vorerst zurückzuziehen.

Ich werde aus den Begegnungen, Rückmeldungen, Fehlern und Erfahrungen der Vergangenheit lernen, um vielleicht eines Tages irgendwo in Freiburg das existentiae art studio wieder zu eröffnen. In der Zwischenzeit werde ich weiterhin Textilkunstwerke aus der Küche unserer Wohnung heraus schaffen, denn ich habe gelernt: Meine Kunst lebt so solange ich atme.

Bis dann
XTA

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